Hilfestellungen

Förderliche Bedingungen für Kinder mit selektivem Mutismus

(Daniela Feldmann & Jens Kramer 2008)

(Wichtig: Alle Punkte sollten individuell betrachtet werden und kommen teilweise zu unterschiedlichen Phasen der Förderung unterschiedlich zur Geltung!)

 

  • Kinder mit selektivem Mutismus sind keine „Trotzköpfe“
  • Nehmen Sie das Schweigen nicht persönlich
  • Machen Sie Eltern zu Experten (z.B. mit Hilfe von Elternfragebögen)
  • Tragen Sie dazu bei, dass Personen, die mit dem Kind zu tun haben (Lehrer, Erzieher, Trainer, Nachbarn, Freunde) notwendige Informationen erhalten
  • Beachten Sie, dass jede Aufforderung zum Sprechen den Druck auf das Kind und  die Angst vor dem nächsten Sprechanlass erhöht
  • Gleichzeitig sollte das Nicht-Sprechen nicht tabuisiert werden
  • Warten Sie nicht auf die erste Äußerung
  • Heben Sie die erste Äußerung nicht besonders hervor
  • Stellen Sie das Kind nicht in den Mittelpunkt
  • Bieten Sie dem Kind bei Bedarf einen Safe-place
  • Grenzen Sie das Kind nicht aus
  • Fordern Sie das Kind nicht direkt zum Sprechen auf
  • Ermöglichen Sie nonverbale Aktivitäten und Interaktionen  

 

  • Schaffen Sie Möglichkeiten, mit dem Kind gemeinsam zu handeln
  • Gestalten Sie Situationen, die dem Kind dazu verhelfen, auf Handlungsebene kompetenter zu werden und die Initiative ergreifen zu können
  • Beobachten Sie in welchen Formen der  Kontaktaufnahme das Kind kompetent ist und nutzen Sie diese Kompetenzen
  • Beobachten Sie unter welchen Bedingungen das Kind besser Kontakt aufnimmt und gestalten Sie solche Situationen
  • Bahnen Sie und stärken Sie soziale Kontakte mit peers
  • Bieten Sie Rollenspiele mit zunächst geringer kommunikativer Verantwortung an (z.B. Geräusche mit Gegenständen machen, Tiergeräusche)
  • Bieten Sie dem Kind an zu flüstern
  • Beziehen Sie Tonband- und Videoaufnahmen in die Förderung mit ein
  • Beziehen Sie Briefe, E-Mail und Telefon in die Förderung mit ein
  • Beziehen Sie Kinder, zu denen das schweigende Kind einen guten Kontakt hat, mit in die Förderung ein
  • Es ist hilfreich dem Kind unter sicheren Bedingungen / in sicherem Bezug etwas zuzumuten
  • Erarbeiten Sie spielerisch Polaritäten und deren Zwischenräume ( z.B. drinnen – draußen, allein – gemeinsam, stark – schwach, ... )
  • Beachten Sie mögliche Lebensthemen der Kinder und geben Sie dafür Raum in Rollenspielen
  • Versuchen sie die verschiedenen „Welten“ des Kindes zu verbinden
  • Humor öffnet Türen
  • Es ist hilfreich, wenn das Kind die Sprache als Chance erlebt und es somit von sich aus zur Sprache kommt

... jede Spende hilft

Kontakt

StillLeben e.V.
c/o Julia Reimelt
Zum Hainholz 51
D-37181 Hardegsen

Oder rufen Sie einfach an unter

+49 441-36104565

 

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